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RIP PCI (TCP/IP)

3 - Routing Information Protocol (TCP/IP)

Bewegen Sie den Mauszeiger auf das gewünschte PCI-Feld und drücken Sie die linke Maus-Taste.

RIP dient dem Austausch von Routing-Information zwischen Gateways (Routern) und anderen Rechnern. Es war und ist Ausgangspunkt der Entwicklung weiterer Router-Software.

RIP basiert auf dem Bellman-Ford-Algorithmus (oder "distance vector algorithm"), der bereits in den Anfängen des ARPANETs angewendet wurde, sowie seiner ersten Implementation, dem Programm "routed" (= route daemon) aus BSD Unix. Eine frühe Variante ist das von Xerox als Teil von XNS entwickelte RIP. Internet RIP und Xerox RIP ähneln sich zwar, unterscheiden sich aber dennoch.

Routing (Vermittlung) ist das Verfahren, durch das ein Router entscheidet, wohin ein Datagramm weitergesendet werden soll. Wenn der Ziel-Rechner nicht am selben Netzwerk angeschlossen ist wie der Absender, so wird das Datagramm an einen Router gesendet, der es zum Ziel-Rechner weiter vermitteln kann.

Der Sinn eines Routing-Protokolles ist, die entsprechende Information zwischen Routern und ggfs. Endgeräten auszutauschen.

Beschränkungen von RIP

RIP weist einige Einschränkungen auf, deren Überwindung den Einsatz anderer Protokolle erfordert.

1.

RIP unterstützt nur Wege mit maximal 15 Hops (Router-Querungen). Sollten die beteiligten Router höhere "Wegekosten" (cost) als jeweils 1 berechnen (in Form höherer Hop-Count-Werte), so kann RIP schnell problematisch werden.

2.

Eine Schlaufenbildung mit entsprechendem RIP-Verkehr kann nicht vollständig ausgeschlossen werden (wenngleich unwahrscheinlich).

3.

RIP verwendet feste "metric"-Werte, um alternative Übertragungswege zu vergleichen. Dieses Verfahren ist nicht angemessen, wenn das tatsächliche Zeitverhalten (oder Parameter wie Verzögerung, Zuverlässigkeit, Auslastung) der Vermittlungsentscheidung zu Grunde gelegt werden soll.

Maximale Datagramm-Größe

Das einzelne RIP-Datagramm darf die Größe von 512 Oktetten nicht überschreiten. Dies beinhaltet nur den RIP-Anteil, nicht etwa IP oder UDP Header. Die RIP-Commands können auf mehrere Datagramme verteilt werden; eine entsprechende Fortsetzungs-Kennzeichnung ist nicht notwendig, da die Verarbeitung der einzelnen Datagramme fehlerfrei möglich ist.

Literatur/Quellen:

RIP


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